Projektinformationen

Institut für Hochschulforschung (HoF) an der Universität Halle-Wittenberg

Projektleitung
Prof. Dr. Peer Pasternack

Laufzeit
1.10.2018-30.9.2020

Projektwebseite

Infothek

Auf der KoBF-Infothek finden Sie die thematisch sortierten Ergebnisse der Begleitforschungsprojekte.

Mehr Qualität in der Lehre durch Entlastungsmanagement?

Transferprojekt zu 'Organisatorische Kontextoptimierung zur Qualitätssteigerung der Lehre (KoopL)' - Entlastungsmanagement für die Organisation der Lehre

Lehre erfordert Organisation und die Kopplung beider erfordert die Gestaltung der organisatorischen Kontexte. Häufig als Bürokratie wahrgenommen, beeinflussen diese aber den Alltag der Hochschullehrenden, deren Lehrgestaltung und somit die Qualität der Lehre. Deshalb ist die Gestaltung der organisatorischen Kontexte neben curricularen Inhalten und didaktischer Vermittlung ein drittes Handlungsfeld für die Qualitätsentwicklung in der Lehre.
Diese hat in den vergangenen Jahren erhebliche Veränderungen erfahren, z.B. durch Anforderungen, die sich aus jüngeren Hochschulentwicklungen ergeben haben, und organisationale Antworten darauf: neue Hochschulmanagementstrukturen und die Digitalisierung von Prozessen. Die neuen Organisationsformen haben den Hochschullehrenden allerdings kaum Entlastungen verschafft. Stattdessen kam es sogar zu einer Zunahme organisatorischer und administrativer Aufgaben, wie die Untersuchungen des Projekts KoopL zeigen. Werden die organisatorischen Kontexte der Lehre aber als qualitätsprägende Einflussgröße verstanden und sollen diese lehrqualitätsfördernd gestaltet werden, muss Qualität an Hochschulen als Qualitätsbedingungs­management verstanden werden: Es gilt, die Bedingungen der Lehre so zu gestalten, dass Erzeugung von Qualität nicht verhindert, sondern ermöglicht wird.

An dieser Stelle setzt das Transferprojekt an. Sein Ziel ist es, in der konkreten praktischen Anwendung ein organisationssensibles Entlastungsmanagement für die Lehrorganisation zu entwickeln und zu erproben. Dieses soll gemeinsam mit Transferpartnern umgesetzt werden.
Wie kann solch ein organisationssensibles Entlastungsmanagement aussehen? Es gilt, sich zunächst eine realistische Einschätzung des zu gewinnenden Unterstützungspotenzials für Veränderungsprozesse zu verschaffen. Prioritäten und Orientierungsstandards müssen gesetzt und für real gegebene – statt ideal gedachte – Bedingungen Lösungen angeboten werden. Zudem gilt es, eine strikt nutzerorientierte Gestaltung digitaler Instrumente zu gewährleisten.
Über die akute Wirksamkeit der gemeinsamen Transferaktivitäten hinaus werden die Forschungsergebnisse aus dem Projekt KoopL zielgruppen- und bedarfsgerecht in Transferformate (Ergebniskatalog, Toolbox, Design Patterns, Checklisten) überführt. So wird das Wissen dort les- und erfahrbar, wo es benötigt wird: in der Hochschulpraxis.

Zum Experteninterview mit den Projektbeteiligten von KoopL/EMOL >>

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